Die klassische Massage gilt als eines der ältesten Therapieverfahren. Ihre wesentlichsten Einsatzbereiche sind die Förderung der lokalen Durchblutung, die Entstauung des Venen- und Lymphsystems und eine Entspannung der Muskeln. Die Heilwirkungen der klassischen Massage gehen aber noch viel weiter und betreffen folgende Bereiche: Muskelverhärtungen und Muskelschmerzen, muskelrheumatische Veränderungen, Gelenkverletzungen, rheumatische Erkrankungen, spastische Bronchitis, degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates, Funktionsstörungen nach Schädigung peripherer Nerven u.v.m.
Das Ziel der Fussreflexzonenmassage ist, den Körper ins Gleichgewicht zu bringen, die innere Harmonie wieder herzustellen und die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.
Alle Organe, Muskeln und Körperfunktionen befinden sich in den ihnen entsprechenden Reflexzonen am Fuss. Eine Verbindung wird über die Nerven, Blut-, Lymph- und Lebensenergiebahnen (Meridiane) hergestellt. Durch den Druck auf die Reflexzonen am Fuss werden die zugehörigen Organe und Körperteile beeinflusst.
Durch die Fussreflexmassage können Spannungen und Blockaden gelöst werden, die Energie kann wieder frei fliessen und das allgemeine Körpergefühl und das Wohlbefinden können positiv beeinflusst werden.
Durch die Technik der manuellen Lymphdrainage wird der Lymphfluss gesteigert. Die Lymphdrainage ist eine spezielle Massagetechnik, mit der Lymphstauungen im Gewebe gelöst werden können. Dadurch kann dann das Lymphsystem, das u.a. auch Immunfunktionen wahrnimmt, seine Tätigkeiten besser erfüllen. Die immunologischen Aufgaben des Lymphsystems werden so begünstigt, um bestimmte Abwehrschwächen, rheumatische Erkrankungen u.v.m. zu behandeln.
Die Vorbeugung und Frühbehandlung von Erkältungskrankheiten wie auch Sportverletzungen sind weitere Einsatzgebiete. Durch gezielte Lymphdrainage wird die Ausheilungszeit stark verkürzt.
Entwickelt hat die Lymphdrainage der dänische Physiotherapeut und Philosoph Dr. Emil Vodder in Cannes. Ihm fiel auf, dass viele seiner sich dort zur Kur aufhaltenden Patienten, die ihre chronischen Erkältungskrankheiten ausheilen wollten, bei Katarrh der oberen Luftwege stark angeschwollene Halslymphknoten hatten, die durch bestimmte Massage- und Behandlungstechniken zurück gingen, was auch zu einer Besserung der Krankheiten führte.
Die Bindegewebemassage ist eine spezielle Form der Reflexzonenmassage, bei der durch langsames Streichen, Rollen oder Quetschen der Haut mit den Fingerkuppen Druck und Zugreiz auf das Unterhautbindegewebe ausgeübt wird, wodurch reflektorisch eine günstige funktionelle Beeinflussung der den massierten Körpersegmenten zugeordneten inneren Organen, den sogenannten Head-Zonen angestrebt wird. Die Bindegewebemassage ist eine Behandlungsform, die auf das nervliche Geschehen zwischen inneren Organen, Gefässen und Nerven einerseits und den Geweben der Körperdecke und des Bewegungsapparates anderseits Einfluss nimmt.
Angewendet wird die Bindegewebemassage bei Funktionsstörungen, z.B. bei organischen Erkrankungen, Gewebeverklebung oder Durchblutungsstörungen.
Wickel und Umschläge sind eine spezielle Form der Hydrotherapie, der Anwendung von Wasser zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen. Die Wirkungen von Wasseranwendungen auf den Organismus sind vielfältig. Beispielsweise löst kaltes Wasser ein Zusammenziehen der Blutgefässe aus, als Reaktion darauf wird die Durchblutung angeregt. Ein Wickel oder Umschlag besteht aus mehreren Lagen. Auf eine feucht-kühle Lage folgen ein bis zwei trockene Tücher. Die Wirkung eines Wickels hängt unter anderem von der Einwirkdauer ab. Man spricht zum Beispiel von einer Wärme stauenden Anwendung, wenn der Wickel für etwa 45 bis 60 Minuten am Körper gelassen wird. Diese Form des Wickels steigert die Aktivität des Stoffwechsels. Mit Wickelzusätzen lassen sich weitere Wirkungen erzielen, zum Beispiel das Zusammenziehen der Gefässe durch Eichenrinde. Eine Packung ist ein Wickel, der mehr als die Hälfte des Körpers einhüllt.!